Kardinal mit Kasperle – Frage an Radio Eriwan

Frage an Radio Eriwan: Ich fand im Internet das beiliegende Photo – aber ohne Begleittext. Darum meine Frage: Was ist hier los?

pic: Kardinal Meisser, Köln mit Kasperlefigur, ohne Begleittext

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Antwort von Radio Eriwan: Wenn kein Begleittext dabei ist, ist man aufgeschmissen, wie man eine zuverlässige Rekonstruktion des Kontextes schaffen können soll! Was man sagen kann ist WENIG: Es handelt sich um eine RHETHORISCHE  ÜBERTREIBUNG, wie man sie gerne eingesetzt hat in der protestantischen, jesuitischen und dominikanischen PREDIGTLEHRE. Solche PROVOKATIONEN haben einen HALLO-WACH-EFFEKT – auch OHNE Hinweise auf mögliche INHALTE. Die vorliegende offenkundige DRASTIK kann mit Hinweis auf Jesus Christus leicht “erklärt” werden: Auch der Erlöser und Heiland bedient sich in den Texten des Neuen Testamentes etlicher DRASTISCHER Formulierungen und TATEN. – Ob man aber MEHR sagen könnte, bleibt fraglich: Wenn jemand eine DERARIGE DRASTIK benötigt, fängt man an zu grübeln, WARUM ES ANDERS NICHT MEHR funktioniert?! Immerhin scheinen die Zuhörer NICHT ALLE einfach weggelaufen zu sein – und mindestens der Photograph ist GEBLIEBEN, um dieses Photo zu machen! Immerhin auch trägt der Kardinal Meissner hier seine BERUFSKLEIDUNG, und wir vermuten messerscharf, daß die Kasperle-Figur irgendetwas mit seinem BERUF zu tun haben könnte. Insoweit darf man vermuten, daß es sich nicht einfach um ZWECKFREIES ENTERTAINMENT handelt, auch nicht um BERUFSMÄSSIGES Entertainment wie zum Beispiel im Falle des Präsidenten Selenskij von der NATO-Separatisten-Ukraine: Der Selenski ist zwar von BERUF ein “Spassmacher” und “Clown” – aber er hat seine Berufskleidung gewechselt und trägt jetzt aktuell meist militärische Flecktarn-Shirts. Schlussendlich weist die Redaktion von Radio Eriwan aber darauf hin, daß Redaktionen KONTEXTE und TEXTE benötigen, um zuverlässige Aussagen von verstehbarem SINN produzieren zu können. Hier scheint folgender vorläufiger ingenierstechnische Lösungsatz immerhin möglich: Ein GECK wurde GETAN: Na und?

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KOMMENTAR: Der Kardinal Meissner von Köln kam aus Ostdeutschland und war deutlich von dieser Herkunfts-SOZIALISATION geprägt, nämlich in Reaktion auf ein weitgehend atheistisches und/oder evangelisch-protestantisches Umfeld, das mit KATHOLISCHEN INHALTEN an sich eher NICHT zu beeindrucken war – und ist. Darüberhinaus wissen wir nicht viel von Predigten des Kardinal Meissner, ausser daß gegen Ende seiner Amtszeit manche dieser Predigten als MÜHSAM – also etwas “schwer anhörbar” – empfunden worden zu sein scheinen. Scharf konturiert und KLAR allerdings ist foglendes: Kardinal Meissner hat unter anderem die sogenannte “Familie Mariens” besucht und unterstützt, welche eine neuartige Muttergottes als einer “Frau aller Völker” propagiert, welche TOTAL ABWEICHT von der bisherigen Ikonographie der Gottesgebärerin und Immerjungfrau und STATTDESSEN eine “Miterlöserschaft Mariens” POSTULIERT, welche AUSDRÜCKLICH vom Präfekten der Glaubenskongregations, Kardinal Ratzinger, als DOGMATISCH VERFEHLT und IRRIG ABGELEHNT wurde. Dadurch entsteht folgendes Problem für gewesene Soldaten: Wenn der Unter-Kommandeur, dem Ober-Kommandeur NICHT GEHORCHT, entsteht ein LOYALITÄTS-DILEMMA, das NICHT GELÖST werden kann. Auf Hochdeutsch gesagt: Einem solchen Kardinal braucht überhaupt kein Katholik hinterherzulaufen! Ob man allerdings so weit gehen kann wie im Falle des Vorzeige-Theologen Karl Rahner – dessen Lehrer: Martin Heidegger! -, bei dem ICH bezweifeln würde, ob er überhaupt an Gott geglaubt hat, könnte bei der “meissnerischen DIFFUSITÄT” unentscheidbar sein.

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*11.06.1953, Bremen, Germany - long years in Neuss/Germany