Fußball: Milliardäre – Schuldenkrise – gescheiterte Super League

 Ich werte folgende source aus:

“Milliardäre hinter der neuen “Super League” wollen auf Dauer Kasse machen”; in Russia Today RT – 20. April 2021 – URL https://de.rt.com/europa/116262-milliardare-hinter-super-league-stehen/

Ich glaube, ich bin in diesem Leben nur ein einziges Mal in einem grossen Fussballstadion bei einem Bundesligaspiel gewesen – und zwar irgendwann zwischen 1970-1973 bei Werder Bremen. Man muß also vermuten, daß ich irgendwie das “ganze Spiel NICHT verstehe, jedenfalls nicht wirklich.

Immerhin aber schrecke ich noch manchmal auf, zum Beispiel als Manager Hoeness von Bayern München im Gefängnis war – oder bei manchen superteuren sogenannten “Ablösesummen”, dann bei der Rolle von “Roter Stern Belgrad” in den Jugoslawienkriegen, gelegentlich auch bei manchen “Praktiken an der Grenze zum Skandal” (Talentscoutts in Afrika und Südamerika, Doping, Drogen und dergleichen).

Neuerdings wurde ich wachgerüttelt durch den überaus seltsamen und nicht sofort verständlichen Vorschlag der Gründung einer “Super League”, als ob es nicht schon genug Fußball-Wettbewerbe gibt.

Jetzt LERNE ich durch Russia Today NEU:

Hinter der IDEE einer “Super Leage” steht ein KARTELL-Geschäftsmodell von nicht mehr als 12 Oligarchen und “Privat-Milliardären”  – als ob solche Leute jemals “Schwierigkeiten hätten, Geschäfte zu machen”!?

Zitat 1: “Die Geschäftsidee des neuen Kartells ist simpel: Die Mitglieder dürfen die Fernseh-Einnahmen frei aushandeln und dann – wie die US-Sportligen NBA und NFL – untereinander aufteilen. Feste Startplätze werden gegen hohe Teilnahmegebühren und Einnahmenschlüssel vergeben. Die US-Großbank JP Morgan finanziert das Ganze. Und das Wichtigste: Allen “Teilnehmern” sollen Einnahmen in dreistelliger Millionenhöhe garantiert werden.”

Zitat 2: >> Das sind die Männer hinter der Idee:

  • Roman Abramowitsch. Der 54-jährige russische Oligarch, laut “Forbes”-Rangliste mit 14,5 Milliarden Dollar dotiert, stieg 2003 beim FC Chelsea ein.
  • Auch Stanley Kroenke (Forbes: 8,2 Milliarden Dollar Vermögen), der Eigentümer von Kroenke Sports and Entertainment (und Ehemann der US-Walmart-Erbin Ann Walton Kroenke), stieg 2007 bei dem Londoner FC Arsenal  ein. Seit 2011 ist der 73-jährige US-Amerikaner Mehrheitseigner.
  • Mit von der Partie ist auch Joel Glazer, Sohn des verstorbenen US-Milliardärs Malcolm Glazer und Co-Chairman bei Manchester United.
  • Joe Lewis (Forbes: rund 4 Milliarden Dollar Vermögen) ist Chef bei Tottenham Hotspur. Unter anderem wettete er 1992 zusammen mit George Soros gegen das britische Pfund und machte zig Millionen Gewinn. Der inzwischen 84-jährige lebt auf den Bahamas. Den Verein führt sein Vertrauter Daniel Levy.–
  • John W. Henry, 71, US-Amerikaner, kaufte 2010 den FC Liverpool.
  • Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan, Vizepremier der Vereinigten Arabischen Emirate, kaufte 2008 Manchester City.
  • Florentino Pérez, 74, Bauunternehmer, zu dessen Konzern ACS auch die deutsche Tochter Hochtief gehört, ist seit 17 Jahren Präsident von Real Madrid.
  • Joan Laporta mit dem FC Barcelona, hatte “Barça” von 2003 bis 2010 als Präsident geleitet und sprach sich noch während seines Wahlkampfs im katalanischen Parlament gegen eine “Super League” aus. Seit Montag zog er die Coronakrise nun als Grund für die Super League heran.
  • Miguel Ángel Gil Marín, Chef von Atlético Madrid, 57, Tierarzt ist mit 52 Prozent Hauptaktionär.
  • Andrea Agnelli von Juventus Turin, 45, seit 2010 als Präsident, soll Vize der neuen Super League werden.
  • Zhang Kangyang (auch Steven Zhang), Kind von Zhang Jindong, dem Chef von Suning Holdings Group aus Nanjing, hat rund 70 Prozent von Inter Mailand 2016 unter seine Fittiche gebracht. Seit 2018 ist er auch Präsident von Inter – mit damals 27 Jahren.
  • Paul Singer hat mit seiner einst von Silvio Berlusconi gegründeten Holding Fininvest Mehrheiten am AC Mailand, war selbst auch lange Präsident. 2018 griff sein US-Hedgefonds Elliott Management Corporation zu. Der AC Mailand gehört der Firma des 76-Jährigen fast komplett.<< 

Es ist aber NOCH etwas “hinter” der Idee,  a) ein Finanzier, nämlich J.P.Morgan, und b) eine SCHULDENKRISE genau der Vereine, welche die Idee der “Super League” erfunden haben. 

Leider habe ich zu J.P.Morgan eine PERSÖNLICHE MEINUNG unter anderem wegen der AKTIVEN ROLLE speziell dieser Bank in einigen HISTORISCHEN AKTIONEN seit ungefähr dem Jahre 1900 – einschliesslich Nicola-Tesla-Affaire und  NAZI-Zeit! -, was ich kürzlich dadurch quittiert habe, daß ich die J.P.Morgan-Veranstaltung PayPal verlassen habe. Ich bin also hier wahrscheinlich nicht “ausreichend neutral” … denn ich stehe zufällig auf dem Standpunkt, daß KOLLABORATEURE der NAZIS aus dem Bereich der Oekonomie und Geschäftswelt  noch gar nicht ausreichend zur Rechenschaft gezogen worden sind.

Ich mache es also kurz und bringe eben noch schnell einige SCHULDEN-Zahlen, damit man begreift, warum in der aktuellen “Super-League-Idee” sich sogar der französische Präsident Macron und der englische Premier Johnson “zu Wort gemeldet” haben. Aber das steht “vorsichtshalber” in einem ANDEREN ARTIKEL, vermutlich, damit die Fußball-Fans  sich nciht so fürchterlich erschrecken!

source: Der große Bluff – was die Drahtzieher hinter der Super League wirklich wollen; in: Russia Today RT – 21. April 2021 – Autor: Timo Kirez –  URL https://de.rt.com/meinung/116336-alles-nur-bluff-immer-mehr-clubs-springen-bei-geplanter-super-league-ab/

Da finde ich folgende Zahlen:

–  Real Madrid, Brutto-Verschuldung 901 Millionen, Netto-Verschuldung 355 Millionen  

– FC Barcelona, Brutto-Vershuldung 1,2 Milliarden  , Netto-Verschuldung 488 Millionen  – ergänzt aus Russia Today link: Real Madrid: Der Schuldenberg wächst, aber nicht so extrem wie bei Barça; in: “fussballeuropa” – Autor: Andre Oechsner – 28.01.2021 – URL https://www.fussballeuropa.com/news/real-madrid-real-madrid-der-schuldenberg-wachst-aber-nicht-so-extrem-wie-bei-barca-2021-01#google_vignette

– Juventus Turin, seit 2018 NEU-Verschuldung von mindestens 355 Millionen – Anstieg bis Saisonende 2021 erwartet geschätzt auf 600 Millionen

Ich finde dort auch ein Statement von Uli Hoeness, angeblich bereits bereits aus dem Jahr 2008: 

Zitatanfang: “Real wird mal ein Problem haben, wenn ihr Bernabéu-Stadion von irgendeinem Gerichtsvollzieher zugeschlossen wird, weil sie ihre Schulden nicht mehr bezahlen können.”Zitatende

Der zweite Russia-Today-Artikel bringt auch eine VERMUTUNG, daß die IDEE der “Super Leage” als eine “Drohung” gedacht gewesen sein könnte gegen die sogenannte “schleppende und  verzögerte UEFA-Reform bei der Champions-League”, was auf Hochdeutsch übersetzt heisst: Die hochverschuldeten Fußballclubs brauchen DRINGEND MEHR GELD, das ihnen aber die UEFA bislang VERWEIGERT hat.

Wir lesen fast erleuchtend:

>>Für die These einer “Drohkulisse” gegenüber der UEFA spricht auch das Timing der Aktion. Die geplanten Änderungen des Wettbewerbs Champions League sollten von der UEFA eigentlich Anfang April bestätigt werden, wurden aber in letzter Minute auf den 19. April verschoben. Die Vermutung, dass die großen Clubs hinter dieser Verzögerung stecken, um noch mehr Geld aus der UEFA herauszuholen, drängt sich auf. Gerade auch, weil die UEFA bis jetzt keine Anstalten machte, den Clubs weiter entgegenzukommen. —xxx— Da müssen sich die Clubs gedacht haben: Holen wir doch das “Schreckgespenst” Super League wieder raus. Dass die UEFA nun doch noch das Portemonnaie aufmacht, dürfte indes bezweifelt werden.<<

Wir erkennen plötzlich einen FUNDAMENTAL-Mechanismus der Grossfinanz: Wenn weder Geschäfte noch Schuldenmachen die fast UNENDLICHE GIER befriedigen können, dann muß letztlich der STAAT oder der STEUERZAHLER – also du und ich – “angezapft” und “abgemolken” werden. (Anders gesagt: Wenn genug Schulden angehäuft wurden, muß man erreichen, daß der STAAT die HAFTUNG und BEZAHLUNG oder Regulierung übernimmt!)

Wir kennen auch das VERTEIDIGUNGSARGUMENT der Grossfinanz aus den aktuellen Steitereien mit den “Big 4” (KPM, Deloitte, Pricewaterhouse und Enest & Young), daß es TOTAL OKAY ist, wenn man den STAAT und den STEUERZAHLER “anzapft”, weil – man merke auf – ” dadurch” – ANGEBLICH – “niemand persönlich direkt geschädigt” wird. 

Das nun ist ein derartig DUMMES Argument, denn wenn die Grossfinanz die STAATEN durch GIER ZERSTÖRT, haben ALLE zu leiden, daß wir hier abrupt und OHNE Verständnis und OHNE MITLEID fertig sind.

Geht nämlich die ABSOLUT PERVERTIERTE aktuelle Fussball-Industrie KAPUTT, dann werden die FANS  eventuell wieder das sehen, was seit der Fussball-Weltmeisterschaft von 1954 schon fast total verloren ist, nämlich AMATEURE, die mit FREUDE und SPASS an der SACHE aus IDEALISMUS dem Ball hinterherlaufen, erstens weil Bewegung gesund ist und zweitens weil SPIELEN gesund ist!

Damit wir uns hier nicht mißverstehen: Ich habe hiermit soeben dafür plädiert, daß das ganze FIANZGEBÄUDE der aktuellen Fussball-INDUSTRIE ZUSAMMENBRICHT, damit die aufgelaufenen SCHULDEN ENDLICH BEZAHLT werden und das Geschäftsmodell der “Steuer-Vermeidung” zum SCHADEN der ALLGEMEINHEIT aufhört! 

Wie sagte doch der alte Professor Galetti aus Gotha so treffend (im Zusammenhang mit Heinrich Kleist, “Der zerbrochene Krug”): “Wenn es auf Biegen und Brechen geht, hat er noch immer das Brechen vorgezogen.”

Oder etwas anders und schon fast sprichwörtlich gemß Heinrich Kleist  gesagt: “Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er kotzt” – äh, “bis er bricht”!  – (“bricht” = “zer-bricht”)

Buike Science And Music

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*11.06.1953, Bremen, Germany - long years in Neuss/Germany